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Monika Ehrhardt-Lakomy besucht Greiz

Die Mutter des Traumzauberbaums, Monika Ehrhardt-Lakomy, besucht Greiz, hier lernte sie Maurer und erinnert sich an Klaus Vonderwerth

Greiz. Ihre Texte sind wahrscheinlich jedem bekannt, der in den neuen Bundesländern aufgewachsen ist: Monika Ehrhardt-Lakomy, die gemeinsam mit dem 2013 verstorbenen Komponist und Ehemann, Reinhard Lakomy, den Traumzauberbaum erschuf.

Doch zu dessen Erfolg trug auch mindestens ein Dritter bei und er war auch einer der Gründe, warum Ehrhardt-Lakomy gestern dem Greizer Sommerpalais einen Besuch abstattete. Denn bis zum 8. Oktober ist dort noch die Ausstellung mit Werken von Klaus Vonderwerth zu sehen, dem Illustrator des Traumzauberbaums. Er hatte auch das Plattencover mit dem runden Baum mit Augen und Mund erstellt. Auch die Illustrationen für das Traumzauberbaumbuch schuf er. Die Zusammenarbeit mit Vonderwerth habe immer einen „Riesenspaß“ gemacht, erzählte die sympathische Frau, die heute zwar in Berlin lebt, aber in Triebes aufwuchs und in Greiz nicht nur eine Maurerlehre machte, sondern auch das erste Mal an einem Theater auftrat. Auch außerhalb der künstlerischen Tätigkeit habe man mit dem Karikaturisten immer über Gott und die Welt reden können, erzählte sie.

Bis zur 14. CD „Sonne“ dauerte die Zusammenarbeit, die 1978 begonnen hatte. Das letzte Cover begann Vonderwerth zwar, konnte es aber nicht mehr fertigstellen. Das übernahm seine Frau Cleo-Petra Kurze, die erst vor kurzer Zeit ebenfalls Greiz besucht hatte und zudem für die Ausstellung einige Leihgaben beisteuerte. Gerne habe er bei der Arbeit auch Anregungen aufgegriffen.

„Er hat immer den Inhalt meiner Texte auf den Punkt gebracht und den Witz und die Intelligenz der Sache verstanden", sagte Monika Ehrhardt-Lakomy zur langjährigen Zusammenarbeit. Bis heute werden die Zeichnungen des Berliner Grafikers und Cartoonisten verwendet und sei es allein auf den Plakaten für die natürlich immer noch stattfindenden Konzerte des Lakomy-Ensembles. „Er geht uns nicht verloren“, so die Berlinerin.

 

 

Foto: Tobias Schubert